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Impressum
Bob Nardelli, Chef der weltweit größten Baumarktkette
Home Depot, ist ein Mann der starken Worte: "Das verbotenste
Wort in meinem Lexikon ist Kundenzufriedenheit". Ihm und
seinem Team gehe es um den Erfolg ihrer Kunden.
"Bringt das, was wir bieten, dem Kunden am Ende einen
echten Gewinn? Natürlich ist es wichtig, dass unsere
Produkte von guter Qualität und in der gewünschten Mengen
vorhanden sind. Aber das reicht nicht. Bei weitem nicht. Es
ist lediglich die Eintrittskarte." Nardelli hat es
verstanden: Letztlich geht es darum, dass das
schlüsselfertige Erlebnis dem Kunden einen messbaren
Erfolg weit über die bloße Zufriedenheit hinaus bietet.
Dick Harryvan, Mitglied des Vorstandes des weltweit agierenden
Finanzkonzerns ING Group, hat es ebenfalls verstanden: "Statt
Pseudovielfalt zu miesen Konditionen gibt es bei uns
fokussierten Kundennutzen" (vgl.
Beratungsletter 10.2006). Immerhin ist der
deutsche Ableger, die ING Diba, das hierzulande am schnellsten wachsende Geldhaus.
Die Liste der Redner war
lang, vielfältig und hochgradig spannend. Die Veranstaltung:
das
Innovation Forum in New York, veranstaltet vom
amerikanischen Wirtschaftsmagazin Fortune. Unser Fazit nach
dem Besuch dieser erstklassigen Konferenz: Revolutionäre
Produktinnovationen plus brillante integrierte Services,
zusammengefügt zu einem phantastischen Gesamterlebnis - genau
das ist Innovation.
Viele Grüße!
Anja Förster
& Peter Kreuz


Business Querdenker
– bewegen etwas.
Oftmals gegen Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler,
institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar
unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten.
Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie
durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte.
Glenn Lowry - Chef des Museum of Moden Art, New York
Wir wissen nicht genau, vom wem folgendes Zitat stammt,
verwenden es aber trotzdem ungeniert: "Man kann jedes Business
besser machen, man muss es nur immer wieder neu erfinden – und
zwar jeden Tag." Den Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage
hat Glenn Lowry angetreten.
Er ist Direktor des New Yorker
Museums of Modern Art, unter Kunstkennern und solchen, die es
werden wollen, auch als MoMA bekannt. Als wir im Sommer
2005 in Berlin waren, stand eine Riesenschlange vor der
MoMA-Ausstellung. Das Mega-Kulturevent war Teil einer genialen
Strategie von Glenn Lowry, der gerade dabei war, das
Kunstmuseum neu zu erfinden. Die spektakuläre Schau in Berlin
sorgte damals schon mal für ordentlich Publicity und machte
das MoMA auch in Europa zur weltweit ersten Adresse für
moderne Kunst.

Wir staunten nicht schlecht, als wir dann in der vergangenen
Woche sahen, wie sich das inzwischen fertig gestellte neue
MoMA in Manhattan präsentiert. Für fast 500 Millionen Dollar
baute der international bisher kaum bekannte japanische
Architekt Yoshio Taniguchi (nicht verwandt oder verschwägert
mit dem Tamagotchi) das MoMa zu einem Museum um, das
Kunst zu einem ganz neuen Erlebnis inszeniert. Lowry hatte sich
in den Kopf gesetzt, Leute für Kunst zu begeistern, die noch
nie im Leben in einem Museum waren.

Der eigentliche Witz dieser
Geschichte: Nach altbackener Unternehmerdenke hätte Lowry
überhaupt keinen Grund gehabt, sich in ein solches Abenteuer
zu stürzen. Als er 1995 auf den Chefsessel kam, war das MoMA
das erfolgreichste Museum der Welt. Was trieb ihn in einem
Land, in dem öffentliche Subventionen für Kultur nur
schmale Rinnsale sind, zu einem fast eine Milliarde Dollar teuren Umbau?
"Wir müssen
dafür sorgen, dass diese Institution großartig bleibt", sagte Lowry Mitte der Neunziger.
"Wir brauchen eine Vision." Die
Aufsichtsräte bewilligten daraufhin 860 Millionen Dollar, die
man gar nicht hatte. Noch nicht. Aber es wäre riskanter
gewesen, nichts zu tun.
Querdenk-Chance
Erfolgreich zu sein, ist kein statisches Konzept. Kein
Unternehmen ist dazu auserkoren, morgen Erfolg zu haben, nur
weil es heute von Investoren und Wirtschaftsmagazinen bejubelt
wird. Dementsprechend hat für Business Querdenker die
Injektion einer gehörigen Portion Dringlichkeit in die eigene
Organisation höchste Priorität.
Sie sehen es als
ihre Aufgabe an, die Menschen aufzurütteln und ein gesundes
Gefühl von Paranoia zu schaffen. Sie koppeln es mit einer
großzügigen Dosis von positiver Erregung in Bezug auf eine
neue, aufregende Zukunft. Führung bedeutet für sie, in der
eigenen Organisation eine Leidenschaft für ständige
Veränderung zu schaffen und den unbedingten Willen zu
kultivieren, Marktführer zu werden oder zu bleiben.
Quellen und
weiterführende Informationen
>Homepage
MOMA: The Museum of Modern Art
>Auferstehung
ohne Ableben, Brand Eins (PDF)
>Das MoMA
sammelt die Kunst, Glenn Lowry das Geld, Die Welt
>Vorträge zum
Business-Querdenken

Der Wettbewerb
wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede gute
Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den
niedrigsten Preis bietet? Nein! Erfolgreiche
Business-Querdenker hinterfragen branchenübliche Preismodelle
und erfinden sie ganz neu (mehr).
Querdenk-Praxis: Slate Reinigung
Ein lang gehütetes Geheimnis besagt, dass Moses vom Berg Sinai
nicht nur die Zehn Gebote mitbrachte, sondern auch das
weltweit geltende Grundgesetz der Chemischen Reinigungen: "Du
sollst Deinen Service immer pro Kleidungsstück abrechnen!"
Und so kommt es, dass man für die
Reinigung einer Hose 4,50 Euro, für den Faltenrock 5,00 Euro und den
Popeline-Mantel
12,00 Euro bezahlt. Dieses ungeschriebene Branchengesetz hat die New Yorker Reinigung "Slate NYC Inc."
erfolgreich in Frage gestellt:
Dort zahlt man einen monatlichen Festpreis, ähnlich einer Flatrate und
kann dafür im Monat so viele Kleidungsstücke
reinigen und waschen lassen, wie das Herz begehrt.

In dem monatlichen Festpreis sind folgende Services
eingeschlossen:
Kein Stress – Die Kleider werden von zuhause abgeholt
und auch wieder dorthin geliefert. Termine können persönlich oder online vereinbart werden.
Kein Sortieren – Bei Anmeldung bekommt man per Post
einen Wäschesack zugeschickt, in den alles reinkommt. Für
welche Stücke Kalt-, Bunt- oder Handwäsche nötig ist und
welche Teile chemisch gereinigt werden, entscheiden Experten.
Ökologische Reinigung – An die Fasern kommen statt dem
gängigen, aber aggressiven Perchlorethylen nur biologisch
abbaubare Substanzen. Das ist gut für Umwelt und Haut.
Rebranding – Die sauberen Klamotten kommen in
stylischer Tasche und in feines Papier gewickelt zurück, als
hätte man sie eben erst gekauft. "Es scheint, wir wären ein
Reinigungsunternehmen, aber in Wahrheit sind wir ein Fashion
Label."

Mit seinem ungewöhnlichen Preiskonzept und den zusätzlichen
Servicen ist Slate äußerst erfolgreich. Und das bei einem
Preis von 236 USD (ca. 175 Euro) pro Monat. Da sage noch
jemand, Geiz sei geil…
Querdenk-Chance
Vergleichen wir Slate doch einmal mit dem Service
und der Innovationskraft unserer heimatlichen Reinigung. Dort heißt es: "Pulli 5,00 Euro, bis maximal 18
Uhr geöffnet, frühestens am Samstag fertig, Parkplatz Ihr
Problem." Eine fixe monatliche Pauschale von 175
Euro? Funktioniert hier nicht.
Ach – und eine Frage noch: Welches Preismodell hatte Moses für
Ihre Branche dabei?
Quellen und
weiterführende Informationen
>Homepage Slate
>Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"
>Mehr Querdenkbeispiele in "Different Thinking"


Vielfalt ist gut: Und so wird
das Leistungsangebot fleißig erweitert, mit zusätzlichen
Services ergänzt und die Preise werden immer feiner
ausdifferenziert. Die Intention: dem Kunden die größtmögliche
Auswahl zu bieten. Erfolgreiche Business Querdenker machen
genau das Gegenteil. Sie streichen weg, reduzieren und
fokussieren: Easy Inc.! (mehr)
Querdenk-Praxis: PUMA TrainAway
Geschäftsreisen sind nicht immer die reine Freude –
aber immerhin liefern sie eine gute Ausrede für die
Vernachlässigung aller geplanten sportlichen Aktivitäten. Nach
dem heftigen Abendessen und den Drinks an der Bar scheint sich das
Fitnesscenter des Hotels irgendwie in Luft aufgelöst zu
haben. Außerdem war im Gepäck auch kein Platz für
die Turnschuhe... Diese Ausrede gilt nun nicht mehr.

Puma sah in dieser Ausgangssituation kein Problem,
sondern eine Geschäftschance und entwickelte ein intelligentes
Reise- & Laufkonzept, das Geschäftsreisenden das
Leben einfacher macht: Puma TrainAway!
Das TrainAway Set besteht aus einer Jacke, einem T-Shirt, Shorts
und zusammenklappbaren Laufschuhen, in denen sich der
Hotelschlüssel aufbewahren lässt. Das Set wurde speziell für
die Reise konzipiert und ist extrem leicht. Aufgrund des cleveren Designs können Laufschuhe, Shirt
und Shorts ineinander gepackt und in der Jacke verstaut
werden. Ein Reisverschluss verwandelt das Ganze in einen
flachen Beutel, damit im Koffer kein Platz verschenkt wird.

Der zusätzliche clevere Service von Puma: Zum TrainAway Set
gibt es den ersten Joggingaudioführer der Welt im MP3 Format
für die Städte Berlin, London, New York und Paris.
Querdenk-Chance
"Wir sind kein Museum - Wir sind da, um Produkte zu
verkaufen", sagte PUMA Chef Jochen Zeitz vor kurzem in einem
Interview mit der Wirtschaftszeitung Fast Company. Diese Aussage
ist klasse und unterscheidet sich wohltuend von den vielen Unternehmen,
die tatsächlich an
Museen erinnern. Deren wichtigstes Ausstellungsstück: die Erfolge von gestern.
Puma zeigt, dass Innovation viel mehr sein kann als neue
technisch hochgerüstete Sportschuhe. Puma hat Easy Inc
konsequent umgesetzt: für den Kunden
eine Vorauswahl treffen, ein intelligentes Paket schnüren,
das Leben der Kunden vereinfachen.
Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Sie für IHRE
Kunden eine Vorauswahl treffen und ein intelligentes
Paket schnüren könnten, das das Leben oder Geschäft
vereinfacht? Es lohnt sich…
Quellen und
weiterführende Informationen
>PUMA
TrainAway
>PUMA
Homepage
>The
Catalyst, Fast Company, 10, 2006
>Mehr Beispiele zu "Easy-Inc."
>Innovations-Sessions
mit Förster & Kreuz


Netter Service, Lächeltraining für die Mitarbeiter und eine
blitzblanke Verkaufsstätte. Das ist alles wichtig, ist aber
nicht mehr als die Eintrittskarte, die zum Mitspielen im
Wettbewerb berechtigt. Erfolgreiche Business-Querdenker
spannen den Bogen sehr viel weiter: Sie brechen mit Konventionen ihrer Branche und entwickeln
coole neue
Service-Angebote, die aufhorchen lassen, die begeistern und
die ein temporäres Monopol im Markt schaffen (mehr).
Querdenk-Praxis: die+zahnärzte
Der Widerstand war groß. Dass sich Zahnärzte als "Dienstleister
am Patienten" verstehen, war höchst
suspekt. Was 1993 in Düsseldorf als Zweimannbetrieb anfing,
ist heute ein Praxisverbund an 6 Standorten, mit mittlerweile
über 20 Dentisten. Sie nennen sich "die+zahnärzte" – und haben
die Branche ganz schön aufgebohrt!
Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Nun, der Patient ist König! Die
+Zahnärzte arbeiten in drei Schichten, von 7 Uhr morgens bis
Mitternacht und das an 7 Tagen pro Woche. Keine Zeit für den
Zahnarzt? Diese Ausrede funktioniert nicht mehr. Ob Sonntag
früh oder Ostermontag – Termine sind samstags, an Sonn- und
Feiertagen von 9-19 Uhr möglich und werktags von 7-24 Uhr.
"Früher kamen fast ausschließlich Rechtsanwälte,
Selbstständige, Werber oder Unternehmensberater sonntags oder
um 23 Uhr in die Praxis. Heute, in Zeiten hoher
Arbeitslosigkeit, wollen auch viele andere Patienten ungern
während der Arbeitszeit fehlen", sagt Praxisgründer Oliver Münks. Tendenz steigend.
.

Der Anspruch, einen einmaligen Service zu bieten, zeigt sich
auch in der Ausstattung der Räumlichkeiten. Statt kalter
Praxis mit sterilem Warteraum und abgegriffelten Zeitschriften
gibt es zeitgenössische Kunst, Relax-Zonen und Lounge-Räume.
Für Kinder gibt es Piratenschiff-Wartezimmer und
Behandlungsräume à la Dschungelbuch und Co.
Mittlerweile sind 34.000 Patienten in der Kartei der
+Zahnärzte. Ziel ist es, sie zur Prophylaxe anzuspornen. Denn
je weniger gebohrt werden muss, desto zufriedener sind die
Kunden, und desto häufiger kommen sie wieder. Dieses Prinzip
rechnet sich mindestens so gut wie ein schmerzvoller Eingriff
alle paar Jahre. So erhöht man die Kundenbindung! Auf die
"Patientenparty" kamen letztes Jahr 1.700 zufriedene Gäste.
Querdenk-Chance
Keine Idee, wie Sie Ideen für
5-Star-Service-Angebote entwickeln können? Ganz einfach:
Wechseln Sie gedanklich die Branche. Was in Hotels schon lange
die Norm ist, nämlich an 7 Tagen pro Woche für den Kunden da
zu sein, hat bei
Zahnärzten Seltenheitswert. Doch so langsam wacht die Branche
auf. Ansprechende Praxiseinrichtung, Musik und freundliche
Mitarbeiter findet man in den Praxen immer
häufiger. Doch lange Öffnungszeiten sind immer noch die
Ausnahme, obwohl diese laut Gesetz "dem Bedarf der Patienten"
angepasst werden können! Die Frage, die Sie sich dringend
stellen müssen: Welchen Bedarf übersehen Sie?
Quellen und weiterführende
Informationen
>Homepage
die+zahnärzte
>Die
Sonntags-Bohrer, Brand Eins (PDF)
>Mehr Beispiele zu "5-Star-Service"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Nach dem Push-Up-BH gab es nur noch wenig Innovatives aus der
BH-Forschung zu melden. Damit ist jetzt Schluss: Der
Dessoushersteller Triumph stellte soeben in Japan einen BH
vor, dessen Polsterung sich mit wenigen Handgriffen umwandeln
lässt – und zwar in eine Einkaufstüte bzw. in ein Sackerl (für unsere Leser aus Österreich;-)).
Hergestellt ist die Unterwäsche aus recycelten
Kunststofffasern. In Japan werden pro Jahr 30 Millionen
Plastiktüten verbraucht, von denen fast ein Drittel nicht
wiederbenutzt wird, wie Triumph erklärte. Vor diesem
Hintergrund sei es wichtig, dass jeder Verbraucher einsehe,
wie wichtig ein Verzicht auf die Tüten sei.

So können umweltbewusste Japanerinnen, die den riesigen
Plastik-Müllberg des Landes nicht noch weiter erhöhen wollen,
nun endlich Gutes tun. Denn zu dem Zauber-BH gibt es auch
passende Slips mit der Aufschrift "Keine weiteren
Plastiktüten!" Triumph hat ein Patent auf das Prachtstück
beantragt. Die Markteinführung ist zunächst noch nicht
geplant. Wir halten Sie aber auf dem
Laufenden...



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja
Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern:
Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus
Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener
Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business Querdenken ist die
weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach
unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und
weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person
>Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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