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Ausgabe 80
September 2008


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"Man muss immer wissen, wann es an der Zeit ist, aufzuhören." Der schlechteste nur denkbare Karriereratschlag, finden wir. Wenn Sie das, was sie tun, mit Leidenschaft, Freude und echter Begeisterung erfüllt, warum zum Teufel sollten Sie damit aufhören? Weil Sie zu alt sind? Weil Sie vielleicht nicht die Chance haben, ganz vorn an der Spitze mitzuspielen? Weil es andere gibt, die das besser können? Das ist totaler Quatsch.

Schauen Sie sich die Athleten bei den gerade offiziell beendeten Olympischen Spielen in Peking an. Wie viele der dort versammelten Sportler werden im Laufe ihrer Karriere schon den Ratschlag gehört haben, dass es verletzungs- oder altersbedingt an der Zeit wäre, mit dem Sport aufzuhören. Und dennoch haben sie weitergemacht. Und waren in Peking dabei.

Wir finden, dass der beste Karriereratschlag von Hiroshi Hoketsu kommt, einem japanischer Dressurreiter. Mit 67 Jahren (!) war er der älteste Teilnehmer bei den
Olympischen Sommerspielen in Peking. Leider schrammte er knapp an der Qualifikation für den Einzelwettbewerb vorbei. Macht nichts, bei den Spielen in London 2012 will er wieder antreten. Er rechnet damit, dass sowohl seine Stute als auch er selbst dann in ihrem sportlichen Zenit stehen werden. "Ich werde jeden Tag ein bisschen besser", sagt er. "Das treibt mich an."

Und er hat Recht: Leidenschaft ist die Mutter aller großen Dinge. Und es gibt sie da draußen: Menschen und Organisationen, die für Leidenschaft, Begeisterung und Wachstum stehen. Mehr dazu in diesem Beratungsletter.


Alles, außer gewöhnliche Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz









Traditionelle Grenzen des Wettbewerbs sprengen und dem typischen Kopf-an-Kopf-Wettbewerb entkommen. Wie das geht? Entwickeln Sie revolutionäre neue Leistungsangebote, die in Ihrer Branche so noch nicht existieren und erobern Sie damit vollkommen neue Kundensegmente: Out-Of-The-Box! (mehr).

IKEA GreenTech – Produzierst Du schon Strom?

Es ist September und das Warten hat ein Ende: Der neue Ikea Katalog ist da! Beim Durchblättern fällt uns auf, dass sich das Sortiment – wie jedes Jahr – kaum geändert hat. Ein bisschen blumige Meterware hier, ein paar knuffige Kindermöbel da. Fazit: Nichts hat uns tief beeindruckt. Nichts ist besonders schön - und außer dem neuen Ektorp-Sessel auch nichts besonders hässlich.

Ikea hat ein Problem: Ikea-Kataloge verführen nicht zum Träumen vom Unerreichbaren. Die Möbel sind real, erschwinglich und einfach nur vernünftig. So wie Baumwollunterhosen. Hinzu kommt: Die Ikea-Klassiker hat nun wirklich jeder zu Hause, die teuren Möbel kauft man jedoch anderswo.

Damit kann Ikea (noch) gut leben – doch arbeiten die Schweden bereits an der Zukunft, die über Möbel weit hinausgeht: Ikea investiert in den nächsten fünf Jahren 50 Mio. Euro in grüne Technologien wie Solarenergie, sparsame Lichttechnik und Wasseraufbereitung.



Die Tochterfirma Ikea GreenTech im südschwedischen Lund soll in drei bis vier Jahren Sonnenkollektoren und Wasserfilter für den Verkauf in Ikea-Märkten produzieren bzw. die Fertigung in etwa fünf bis zehn Partnerfirmen koordinieren.
Sonnenkollektoren sind Produkte, bei denen die Montage 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, so GreenTech's Managing Director Johan Stenebo.

Hier liegen die Stärken von Ikea. Denn schließlich sind Billy, Ivar & Co. nicht deshalb so erfolgreich, weil sie das Zeug zu echten Designklassikern haben – sondern weil sie funktionell sind und ihr modulares Baukastensystem, ihr platzsparender Transport und die Selbstmontage den Preis drastisch drücken.



Querdenk-Chance

Grüne Technologie als Mitnahmeartikel im Möbelhaus? Das kommt in der Möbelbranche einer mittleren Revolution gleich. Und darum geht es. Innovation bedeutet, etwas zu tun, was die Konkurrenz nicht erwartet. Das ist quasi der Test, den Sie bei jeder neuen Idee machen sollten. Wenn es sich um etwas handelt, bei dem alle Wettbewerber mit den Köpfen nicken und sagen: ‚Oh ja, das macht Sinn’, dann gibt es möglicherweise bereits ein Dutzend Leute, die es so oder so ähnlich längst umsetzen.


Quellen und weiterführende Informationen
>"Shopping for cleantech at Ikea", Cleantech Group, 06.08.2008
>Homepage Ikea
>Mehr Beispiele zu Out-Of-The-Box
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING





Mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Und das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie den Blick über die existierende Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die Leistungsangebote Ihrer Branche gekauft haben (mehr)!

Casual Concerts – Deutsches Symphonie Orchester Berlin

Ein junges Publikum mit klassischer Musik zusammenzubringen – das ist nicht ganz einfach. Ermäßigte Eintrittskarten reichen oft nicht aus, man müsste vielen Jugendlichen schon etwas draufzahlen...

Und doch sind Symphonieorchester, Theaterensembles und Opernhäuser darauf angewiesen, sich ihr zukünftiges Publikum schon heute zu erschließen.

Auf der Suche nach jungen Kunden geht das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ebenso unkonventionell wie erfolgreich vor: Klassik wird total unklassisch serviert.



In den Casual Concerts, die Chefdirigent Ingo Metzmacher von seiner letzten Wirkungsstätte aus Los Angeles mitgebracht hat, treten die Musiker in lässigem Look auf. Und auch für das Publikum gilt kein Dresscode. Jeder kommt wie er mag.

Die Preise sind auf allen Plätzen gleich und günstig, bei freier Platzwahl. Darüber hinaus moderiert der engagierte Dirigent den Abend. Klassik-Verweigerern und Laien bietet er so einen unterhaltsamen Einstieg in die "ernste" Musikkultur. Nach den Konzerten kann das Publikum in der After-Concert-Lounge feiern.



Querdenk-Chance

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zeigt, wie sich eine Kundengruppe ansprechen lässt, die mit einem Konzertbesuch bisher eher gediegene Langeweile in uncoolen und unbequemen Outfits verband.

Der Lösungsansatz liegt in der neuen Definition des Wettbewerbs. Denn das Ensemble hat festgestellt: Es konkurriert bei jungen Besuchern mit allen möglichen Freizeitangeboten: Cafés, Kinos, Szenebars, etc.

Die nächste Erkenntnis: Kunden schenken ihre Aufmerksamkeit eben dem Unternehmen, bei dem sie sich wohl fühlen. Und dabei vergleichen sie immer Äpfel mit Birnen!

Deshalb gilt: Wer raus will aus dem Durchschnitt, aus der toten Mitte, muss seine Konkurrenz klar definieren – aber bitte den Kreis nicht zu eng ziehen!


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage Deutsches Symphonie Orchester Berlin
>Direkt zu den Casual Concerts
>Mehr Beispiele zu Customer Discovery
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz






Innovation ist kein Prozess, der hinter geschlossenen Unternehmensmauern stattfinden muss. Statt alles selbst zu erfinden, verfolgen Business-Querdenker die Idee der Outside-Innovation: Unternehmensmauern werden geöffnet und Kunden, Anwender, Zulieferer und externe Experten aktiv in die Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte integriert: Outside-Innovation! (mehr).

InnoCentive – Haben Sie ein Problem? Fragen Sie einfach alle!


Eine Art eBay für Innovationsideen - so lässt sich das Geschäftsprinzip der Ideenbörse InnoCentive beschreiben.

Und das funktioniert so: Eine Firma sucht nach einer Lösung für ein Problem, das ihre Entwicklungsabteilung allein nicht lösen kann. Sie stellt ihre Frage mit ein paar Sätzen, Formeln oder Grafiken auf der Website von InnoCentive und lobt ein Preisgeld aus.

Auftraggeber sind Unternehmen wie BASF, Novartis, Nestlé, Procter & Gamble oder Boeing. Entsprechend breit ist die
Spannweite der Fragestellungen: Methoden zum Testen von entzündungshemmenden Mitteln werden ebenso gesucht wie Zutaten für Hautbräunungspillen. 



Als Lösungsfinder stehen mehr als 90.000 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen von Biochemie bis Materialwissenschaften bereit. Bei erfolgreicher Vermittlung behält sich InnoCentive 40 Prozent der Prämie ein.

Laut Dwayne Spradlin, Präsident und CEO von InnoCentive, wurden bereits mehr als 250 Probleme gelöst und jeweils etwa zwischen 10.000 und 25.000 US-Dollar Lösungsprämien gezahlt. Bis 2011 sollen mindestens 10.000 "Challenges" gelöst werden: "Ich will, dass wir bei Problemen die erste Adresse sind."

Interessanter Aspekt: Der größte Anteil der bei InnoCentive registrierten Wissenschaftler stammt aus China, gefolgt von den USA, Indien und Russland.


Eine Firma sucht um Rat im InnoCentive-Forum. Belohnung: 50.000 US-Dollar!


Querdenk-Chance

Fazit 1: Homogenität ist ein echter Ideen-Killer:
Bei InnoCentive hat man herausgefunden, dass die meisten Problemlöser branchenfremd sind. Je weiter sie beruflich von der Fragestellung weg waren, desto Erfolg versprechender war ihre Lösung!

Fazit 2: Es rechnet sich: Wo früher Forschungsabteilungen vor sich hin werkelten, springen heute Ideenplattformen wie InnoCentive ein. Detailfragen, für die es im eigenen Haus keine Fachleute gibt, werden so kostengünstig outgesourct an Lösungsfinder in aller Welt.


Quellen und weiterführende Informationen
>"If You Have a Problem, Ask Everyone", New York Times, 22.07.2008
>Homepage InnoCentive
>Mehr Beispiele zu Outside Innovation
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING


Vortraege von Anja Foerster + Peter Kreuz





Statt das Alte immer weiter zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen Weg: Sie hinterfragen ungeschriebene Branchengesetze und brechen aus alten Mustern aus. Das Ergebnis: Die Erschließung neuer Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).

GE Caulk Singles – Fugen Abdichten für Zwischendurch

Heimwerker kennen das Problem: Müssen Fugen im Badezimmer neu abgedichtet werden, geht man in den Baumarkt und kauft Silikon. Das gibt es allerdings nur in der großen Profi-Silikon-Kartusche. Doch meist verwendet man nur einen Bruchteil der gekauften Masse – der Rest vertrocknet irgendwo im Keller...



GE Sealants, die Dichtungsmittelsparte des General-Electric-Konzerns, macht dieser Misere ein Ende mit den Caulk Singles (to caulk = abdichten, verfugen). Das sind kleine Beutel mit gerade so viel Silikonmasse, wie man für die üblichen Reparaturen in Bad oder Küche benötigt.



Das ist praktisch. Denn eine handelsübliche 310ml-Kartusche in die Spritzpistole einzuspannen ist in den meisten Fällen wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Mit 2,99 US-Dollar pro Packung sind die Caulk Singles nicht gerade günstig. Wenn man aber bedenkt, wie viel ungenutzte, eingetrocknete Dichtungsmasse in den Kellern verkommt, relativieren sich Aufpreis und Mehrverpackung schnell.

Querdenk-Chance

Zugegeben: Dichtungsmasse in homöopathischen Dosen zu verkaufen ist keine Durchbruchinnovation. Bei Lebensmitteln etwa sind Packungsgrößen für den individuellen Verbrauch längst auf dem Vormarsch – denken Sie an Kaffeepads.

Dennoch sind die Caulk Singles eine hochinteressante Innovation – weil GE hier ein Low-Interest-Produkt zu einem attraktiven Mitnahmeartikel macht. Denken Sie an die Teelichter und künftig auch Sonnenkollektoren bei Ikea ;-)



Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage Caulk Singles von GE Sealants
>Mehr Beispiele zu Produkt-DNA
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING










Essen auf Rädern für Hunde

In Wien wurden unlängst 25.000 Schilder in Grünflächen und vor jeden einzelnen Baum gepflanzt, um gegen liegengelassene Hundstrümmerln (Hundekot) mit Strafen zu drohen. Waste Watcher und eine "Kehrforce" (kein Witz!) kontrollieren.

Die lustigen Slogans lauten: "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" oder "Du hast es in der Hand". Die Schilder sind so beliebt, dass ein Großteil bereits verschwunden ist...

Wie gut haben es da Vierbeiner in Bombay: Dort gibt es einen Service, der warmes Mittagessen ins Haus liefert. Nicht für Herrchen oder Frauchen, sondern für Hundchen: "Home-Care Dog Food" (Essen auf Rädern für Hunde).

Besonders beliebt sei ein Menü aus Reis, Mais, Hirse und Weizen. Fleisch oder Gemüse sind Optionen. Preis: zwischen umgerechnet knapp 60 Cent und einem Euro pro Mahlzeit. Acht Angestellte sind dafür täglich auf den Pfoten, pardon: unterwegs.











Förster & Kreuz sind Management-Vordenker einer neuen Generation. Leidenschaftlich, kämpferisch und erfrischend bringen Sie Führungskräfte und Ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.

Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.

            
     

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Deutsche Bank, Gore, IBM, Mars, Porsche, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
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 >Querdenk-Labor
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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
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Redaktion: Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz

 
 
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