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Neulich in der Bäckerei. Da liegen butterige Croissants
und knusprige Brötchen unter warmem Licht und hinten im Regal
stapeln sich dunkelbraune Brotlaibe. Es duftet herrlich! Ein Kunde
betritt den Laden. Ding-Dong! Er sieht sich um. Verkäuferin? Es ist
keine da. Der Kunde versucht es mit einem schüchternen „Hallo?“.
Doch niemand kommt. „Hallo?“ (lauter) Er wird ungeduldig.
„Entschuldigung?“ (bestimmt). Er seufzt und geht. Ding-Dong! Genauer
gesagt geht er zur Bäckerei zwei Straßen weiter. „Tja, da drüben ist
nur noch sporadisch jemand“, erklärt die Verkäuferin als sie ihm
seine Brötchen einpackt. „Da müssen die Verkäuferinnen jetzt
Kurzarbeit machen!“
Nein, wir sind nicht unter die Autoren absurder Theaterstücke
gegangen. Diese Situation ist – fast – real. Wir haben sie bloß
nicht in einer Bäckerei erlebt, sondern bei einem süddeutschen
Mittelständler. Da macht allen Ernstes der
VERTRIEB jetzt
Kurzarbeit! Ist es zu fassen?
Nur ein Bäckermeister mit nichts als Hefe im Hirn würde seine
Verkäuferinnen – also seine Vertriebsmitarbeiterinnen – nach Hause
schicken, wenn der Brötchenabsatz zurückgeht.
Wenn der Absatz das
Problem ist, dann ist nicht ein WENIGER sondern ein MEHR-Einsatz im
Vertrieb die richtige Antwort. Wer soll denn dafür sorgen, dass die
Umsätze wieder steigen? Und wer stellt
durch seine Kenntnisse, durch seine Erfahrung mit dem Produkt aber
auch mit den Kunden sicher, dass letztere nicht zur Konkurrenz
abwandern? Richtig: der VERTRIEB. Vorausgesetzt, man lässt ihn
arbeiten!
Deutschland in der Angststarre. Menschen, die Angst haben, handeln
irrational. Aber selbst mit dem Argument der Gerechtigkeit – wenn
schon Kurzarbeit, dann gerechtigkeitshalber für alle, hieß es in
besagtem Unternehmen – lässt sich ein Blödsinn wie Kurzarbeit im
Vertrieb nicht mehr verständlich machen.
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Würth. Auch beim
Weltmarktführer für Befestigungs- und Montagetechnik knarzt es
gerade krisenbedingt im Getriebe. Aber im Vertrieb will Würth die
Personalstärke auf jeden Fall halten – nämlich um strauchelnden
Konkurrenten Kunden abzujagen. „Marktanteilsgewinne trotz
Umsatzrückgang“ heißt das Ziel. Damit in Zukunft auch wieder größere
Brötchen gebacken werden können.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen – Vertriebsstärke.
Nervenstarke Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz
PS1:
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PS2:
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Backstage Talk: Sue Stockdale
Wir haben Sue Stockdale Anfang Mai bei einer Konferenz
an Bord des Kreuzfahrtschiffes
Oriana getroffen, zu der wir als
Keynote-Speaker eingeladen waren.
Sue ist Coach, Autorin, Extremabenteurerin und die erste Britin, die
auf Langlaufskiern den magnetischen Nordpol erreicht hat. Seitdem
hat sie an weiteren Expeditionen zum geographischen Nordpol, in die
Antarktis und nach Grönland teilgenommen. Abenteuer faszinieren
diese ungewöhnliche Frau immer wieder. Trotzdem (oder gerade
deshalb?) ist sie ein sehr bodenständiger Mensch und jemand, der
zwischen Herausforderung und Machbarkeit sehr genau abwägt.
» zum Interview
Backstage: Natürliche
Katzennahrung von Kellas
Für alle Nicht-Katzenbesitzer möchten wir kurz das Prinzip Katze
erklären: Katzen (Felis silvestris) sind flauschige, vierbeinige Haustiere und
so intelligent, dass es ihnen im Laufe ihrer Evolution gelang, sich die Menschen
untertan zu machen – sie halten Menschen als domestizierte Dosenöffner. Wer das
bestreitet, hat noch nie mit einer Katze zusammengelebt. Und keine Ahnung davon,
was für ein Theater eine Katze veranstalten kann, wenn man nach Hause kommt und
vergessen hat, ihr Lieblingsfutter einzukaufen. Das eilig von der noch
geöffneten Tankstelle herangeschaffte Ersatzfutter wird mit Blicken verschmäht,
die jeden politischen Hungerstreikler aussehen lassen wie ein komplettes
Weichei.
Dass Robert Maciejewski, Geschäftsführer und Mitinhaber des
schweizerischen Katzenfutterhersteller Kellas selbst Katzenbesitzer ist,
erschließt sich angesichts des Marketingkonzeptes von Kellas von selbst.
Begegnet ist er uns beim diesjährigen Schweizerischen Marketingtag in
Luzern, wo wir die Eröffnungs-Keynote gehalten haben. Kellas verkauft natürliche
Katzennahrung und hat sich damit einen Platz in einem Markt
erkämpft, der eigentlich so gesättigt scheint wie eine Katze, die herausgefunden
hat, wie man den Kühlschrank öffnet.
Die Idee ist einfach: Menschen wollen nur das Beste für ihre Katzen. Also auch
qualitativ hochwertiges, natürliches Futter ohne Farb- oder Lockstoffe. Damit
spricht Kellas eine Klientel an, die sich generell mit dem Thema Essen
beschäftigt: Kunden, die gerne bereit sind, für Gutes mehr auszugeben und einer
Marke sehr treu sind, wenn diese ihr Vertrauen gewonnen hat.
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Lecker - unserem Kater
Spike schmeckt's |
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Die Idee geht aber noch weiter: Kellas liefert das Futter ins Haus.
Per Abo. Und als echten Bonus hat sich der Futterhersteller noch die Helvetia-Versicherung als Kooperationspartner ins Boot geholt – wer ein
Kellas-Abo hat, ist mit bis zu 2.000 Schweizer Franken abgesichert im
Krankheitsfall der Katze. Diese Versicherung ist inklusive. Das „NaturalCat
Food“ kostet allerdings nicht mehr als vergleichbares Premiumfutter.
Ein guter Deal, eine glückliche Katze, ein ebensolcher Katzenbesitzer – und ein
zufriedenes Unternehmen. Denn mit diesem Wertschöpfungskonzept ist es Kellas
gelungen, das gesetzte Jahresziel in nur neun Monaten zu erreichen – die
Expansion nach Deutschland und Österreich ist schon geplant.
Ein gutes Beispiel dafür, dass kein Markt wirklich gesättigt ist und dass es mit
Innovationen immer gelingen kann, ein Schlupfloch zu finden. Wenn man die Katze
– Verzeihung! – den Kunden gut genug kennt.

Backstage: Cisco – Emerging
Technologies Group
Eine kleine Denkaufgabe: Stellen Sie sich einen Kongress vor. Sagen
wir, einen Kongress für die IT-Branche. Es ist Mittagspause und am Buffet stehen
Leute in der Schlange. Zum Beispiel eine Frau Mitte 30 im gut geschnittenen
Kostüm, die angespannt etwas in ihren Palm tippt. Hinter ihr steht ein junger
Mann in Jeans und Sneakern. Er hat sein iPhone in der Hand und nickt mit dem
Kopf zur Musik, die er damit hört. Und jetzt verraten Sie uns: Wer von den
beiden arbeitet für ein Start-up und wer für einen Konzern?
Es ist ja nicht so, als würden wir nie selbst in solche
Klischeefallen tappen. Im Gegenteil. Es passiert uns immer wieder. Und wir
finden es spannend. Weil es uns dazu bringt, diese Klischees zu hinterfragen.
Warum muss es eigentlich so sein, dass mit Jobs in großen Unternehmen immer eine
gewisse konservative Gesetztheit verbunden wird? Und warum denkt man bei
Start-ups immer an kleine Kreativläden, in denen bewusst klassische Spielregeln
über den Haufen geworfen werden und alle irgendwie lockerer drauf sind – aber
auch weniger Geld verdienen?
„Wir haben quasi ein Start-up im Haus.“ Mit diesen Worten überraschte uns die Cisco-Managerin Chris Dedicoat, die wir in England getroffen haben. Die Idee:
Man kann die Sicherheit eines festen Jobs haben, Zugriff auf sämtliche
Ressourcen genießen und trotzdem querdenken. Und das funktioniert in einem
Konzern wie Cisco? Tatsächlich, ja. Mit der Emerging Technologies Group hat
Cisco vor drei Jahren eine Kreativschmiede im Unternehmen geschaffen, in der
Spitzenkräfte an neuen Ideen arbeiten. Und das auf Hochtouren, denn die Vorgabe
ist anspruchsvoll: Innerhalb von fünf Jahren sollen 20 neue Produkte entwickelt
werden. Produkte, die ein Verkaufsvolumen von jeweils mindestens einer Milliarde
Dollar in den ersten fünf Jahren erreichen können. Wow!
Bei Cisco denkt man in großen Maßstäben. Und schnell und kooperativ. Denn die
neuen Produkte sollen die bestehenden ergänzen, nicht kannibalisieren. Das ist
nicht nur gut fürs Geschäft, sondern auch fürs Betriebsklima. Weil niemand Angst
haben muss, dass ihm von den Innovatoren das Wasser abgegraben wird. Der Wert
der Kernprodukte bleibt erhalten, neue Märkte werden erschlossen und jeder im
Unternehmen ist sich darüber bewusst, dass Anregungen und Bewegung willkommen
sind – bis hinauf in die Chefetage.
Den Mitarbeitern der Emerging Technologies Group war aber selbst der eigene
Horizont noch zu eng. Mit einem
Innovations-Wettbewerb holten sie sich
Inspiration von außen. Größer zu denken hat schließlich noch keinem geschadet.
Es gab 2500 Bewerber aus 104 Ländern, die ihre Ideen eingereicht haben. 250.000
Dollar Preisgeld bezahlte Cisco für den besten Vorschlag und nur den setzt das
Unternehmen um. Die anderen Teilnehmer bekamen ein Coaching, um ihre Innovation
selbst verwirklichen zu können. Angst vor Konkurrenz? Hat Cisco offensichtlich
nicht. Wer fair mit dem kreativen Nachwuchs umgeht, sichert sich nicht nur
Respekt, sondern vielleicht auch neue Mitarbeiter für die Zukunft.

Backstage Pass
Patricia Elfert (41), Gründerin von 'coach dogs', schreibt:
Lange Jahre war ich beim IT-Hersteller Hewlett-Packard. Dann erfüllte ich mir durch meinem Ausstieg
gleich zwei Träume: Ich wurde selbständige Beraterin und bekam einen Hund. Dass
diese beiden Träume zu einem Konzept zusammenwachsen würden, war zuerst noch gar
nicht in Sicht.
Später dachte ich oft an Ihr tolles Buch „Alles, außer gewöhnlich“.
Und an Hermann Hesse. Mit Ihnen und ihm verbinde ich immer wieder die Frage:
„Was werde ich heute anpacken, was eigentlich unmöglich zu sein scheint?“ Diese
Worte von Seite 62 prangen in großen Buchstaben in meinem Büro!
Immerhin kann ich heute sagen, dass ich das vermeintlich Unmögliche tue und
genau dies jeden Tag liebe: Ich lebe mit fünf Hunden zusammen, und sie
trainieren Manager aller Branchen in Sachen Kommunikation und Führung. Darin
sind die Hunde nämlich wahre Experten. Und das ist lange noch nicht alles. Das
„unmögliche“ Konzept hat einige Gründer- und Trainings-Preise gewonnen und wird
derzeit ausgebaut. Ich bilde nämlich inzwischen selbst Coaches aus, die Menschen
vermitteln, wie viel sie von ihren Vierbeinern für ihre eigene persönliche
Weiterentwicklung lernen können. Nebenbei suche ich für meine Initiative I LOVE
WHAT I DO andere Menschen, die lieben, was sie tun, um zu zeigen, dass sich
eigene Ideen immer lohnen.
MITMACHEN!
Haben SIE nicht nur alles, außer gewöhnliche Ideen,
sondern eine dieser Ideen auch erfolgreich umgesetzt? Wir stellen Sie und
Ihre Idee im Business-Backstage-Report vor.
Senden Sie uns ein Mail und wir verraten Ihnen, wie das geht:
Outtake: Official Irish Dirt
„So ein Dreck!“ Das dachten wir uns, als wir auf die Website der
irischen Auld Sod Export Company stießen. Die verkaufen ihren Dreck –
“Official Irish Dirt“ – nämlich in Dosen. Oder als Geschenkbox in der Porzellanschale für
44,90 US-Dollar. Damit man irischen Klee im Garten stilgerecht anpflanzen – oder
sich unter irischer Erde bestatten lassen kann.
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Quelle:
www.officialirishdirt.com |
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Hätten wir den Dreck aus unserem Garten nur behalten, anstatt ihn
lastwagenweise für teures Geld abtransportieren zu lassen, nachdem der Garten
neu angelegt war. Bestimmt hätten sich in den USA und Kanada – dort wo der
irische Dreck sich (neben China!) ausgezeichnet verkauft – auch ein paar Leute
mit deutschen Wurzeln gefunden. Denen hätten wir unsere Gartenüberbleibsel als
„Oritschinel
Heidelbörg Dört“ gern für 50 Euro das Paket verkauft. Aber so ... sind es eben
die Iren, die einen Weg gefunden haben, wie man buchstäblich aus Dreck Geld
macht!

Up to date: Förster & Kreuz
Die Bilder vom Human Resources Forum – dem Kongress auf einem
Kreuzfahrtschiff – sind
online.
Das Video unseres Vortrags wird gerade geschnitten und ebenfalls bald online
verfügbar sein.
In London haben wir uns mit
Sir Ken Robinson und Jonas
Ridderstrale getroffen. Unser interessantes Gespräch mit beiden werden wir
in Kürze hier veröffentlichen.
Fotos aus London gibt es hier.
Auch im Juni stehen wieder einige Termine an:
Wir werden in Frankfurt, Dresden, Düsseldorf und Bern Vorträge halten – leider
nicht öffentlich. Wer uns sehen will, kann das am 16. Juni tun,
in Erfurt.
Und – hurra! – die englische Ausgabe von „Alles, außer gewöhnlich“ ist so gut
wie fertig und kommt Anfang Juli in den Buchhandel.
Außerdem können Sie alles Aktuelle jetzt auch bei
Twitter finden.




Förster & Kreuz
Förster & Kreuz sind Vordenker einer neuen Generation
in Wirtschaft und Management.
Leidenschaftlich. Kämpferisch. Erfrischend. Sie bringen Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.
Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Deutsche Bank, Gore, IBM, Mars, Porsche, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer:
Telefon (Schweiz): 0041-71-7446522; 
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