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In einem Experiment der Wharton-School in Pennsylvania
wurden die Mitarbeiter eines Call-Centers beauftragt, Spenden für
Stipendien zu sammeln. Management-Professor Adam Grant, der
Initiator des Projekts, teilte dazu die Probanden in drei Gruppen
ein.
1. Die 'Was-bringt-es-MIR-Gruppe' bekam die Berichte von
Mitarbeitern zu lesen, die vor ihnen den Job gemacht hatten. Darin
lasen die künftigen Spendensammler, was die Arbeit so an
persönlichen Vorteilen wie Verdienstmöglichkeiten etc. bringt. Eben
der persönliche Nutzen, von dem jahrzehntelang geglaubt wurde, dass
er der größte Motivator sei.
2. Die 'WOFÜR-ist-es-gut-Gruppe' bekam Berichte von Studenten
zu lesen, die durch die eingesammelten Spendengelder unterstützt
wurden: Welchen Einfluss ihr stipendienfinanziertes Studium auf
ihren Lebensweg hatte und was dadurch aus ihnen geworden ist.
3. Die Kontrollgruppe bekam keine Vorabinformationen zu
lesen.
Das Ergebnis? Welche Gruppe hat am meisten Geld gesammelt?
Na
klar, heute sind wir nicht mehr so naiv zu glauben, die Menschen
seien von Natur aus Egoisten, die nur danach streben, ihren
persönlichen Nutzen zu maximieren, koste es was es wolle. Auf diesem Glauben basierte
zwar die komplette Wirtschaft des
letzten Jahrhunderts; aber heute sind wir glücklicherweise weiter
und vermuten deshalb, dass die zweite Gruppe die besten
Ergebnisse erzielt hat.
Korrekt?
Ja, korrekt. Aber: Zwei Fakten haben uns schwer überrascht.
Erstens: Die 'Was-bringt-es-MIR-Gruppe' hat nicht einen
e-i-n-z-i-g-e-n Cent mehr gesammelt als die Kontrollgruppe. Mit
anderen Worten: Die Beschäftigung mit dem persönlichen Nutzen, den
Mitarbeiter aus ihrer Arbeit ziehen sollen, hat NULL Einfluss auf
die Ergebnisse.
Liebe Führungskräfte, lesen Sie das bitte noch mal!
Zweitens: Die 'WOFÜR-ist-es-gut-Gruppe' hat mehr als DOPPELT so
viel Geld eingesammelt als die beiden anderen. 143 Prozent mehr!
Diese Gruppe hatte sich damit beschäftigt, welchen Sinn ihre Arbeit
für ANDERE hat.
Wir sind begeistert!
Das ist nichts anderes als der empirische Beleg für die Kernthese
unseres Buches
Spuren statt Staub: Sinn ist in der Wirtschaft von
entscheidender Bedeutung.
Das heißt für Sie: Setzen Sie sich mit dem auseinander, was Sie tun!
Helfen Sie anderen, den Sinn ihrer Arbeit zu erkennen! Der
Unterschied zwischen Durchschnitt und Exzellenz liegt darin, dass es
für jede wirklich herausragende Leistung einen echten Beweggrund
gibt!
Spuren hinterlassende Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz
Last Call: Ihre Chance, dabei zu
sein
Ihr Foto auf dem Innencover unseres neuen
Buchs
Bis heute haben über 600 (alles) außer - gewöhnliche Menschen und Leser des
Business-Backstage-Reports ihr Foto eingereicht. 500 davon werden
mit ihrem Porträt auf dem Innencover unseres neuen Buchs "Nur Tote
bleiben liegen" zu sehen sein. Gedruckt und in Multicolor ab dem 13.
September 2010, als Spitzentitel des Campus-Verlags.
Wenn Sie dabei sein wollen und uns Ihr Foto noch nicht geschickt
haben, dann mailen Sie bitte bis spätestens Sonntag, den 6. Juni
2010, ein Portraitfoto in guter Auflösung an: cover[at]foerster-kreuz.com


Backstage Talk: Nils Wülker
Von der Presse wurde Nils Wülker als „neuer Stern am deutschen
Jazzhimmel“ bzw. als neuer „Jazzstar“ gefeiert. Zweifelsohne ist der
33jährige ein erfolgreicher deutscher Jazzmusiker, -komponist und
Produzent. Und außerdem: ein total netter Kerl.
Wir haben uns mit Nils Wülker in der Alten Feuerwache in Mannheim
getroffen, wo er sein neues Album „6“ vorgestellt hat. Wir waren vom
Konzert begeistert: Melodiöser und grooviger Jazz in einer
vibrierenden Mischung aus Kraft und Leichtigkeit. Ganz große Klasse!
Nils Wülker selbst kommt als sehr pragmatischer, prägnanter und
unprätentiöser Musiker rüber, der nicht nur gern über den
stilistischen, sondern auch über den fachlichen Tellerrand schaut.
Mehr dazu im Interview »
Förster & Kreuz bei FACEBOOK
Förster &
Kreuz bei TWITTER
Backstage: Specialisterne
Unser Treffen mit Sir Ken Robinson liegt schon eine
Weile zurück (das
Interview können Sie hier nachlesen), aber neulich mussten wir wieder an den
Autor des grandiosen Buchs „The Element“ denken.
Als einer der führenden Experten in Sachen Kreativität, Innovation und Bildung
propagiert Robinson in seinem Buch, dass jeder sich darum bemühen müsse, sein
Element zu finden. Also den gemeinsamen Nenner zwischen den Dingen, die man
liebt und den Dingen, die man gut kann (also nicht „Fisch sucht Fahrrad“, sondern
„Fisch sucht Wasser“). Darin liegt der Weg zu Erfolg und Erfüllung.
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Wie richtig Sir Ken Robinson mit seiner These liegt, lässt sich am Beispiel von Specialisterne nachvollziehen: Die Dänen testen Software. So erfolgreich, dass mittlerweile auch
Microsoft oder der IT-Berater CSC die Dienste des Unternehmens in Anspruch
nehmen. Dass das Erfolgsrezept von Specialisterne aus einer Not heraus entstand,
macht den Firmengründer Thorkil Sonne nur noch sympathischer.
Der 49-Jährige machte sich 2004 wegen seines Sohnes selbstständig, bei dem das
Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde, eine Form von Autismus. Sonne wollte für
ihn in der neuen Firma einen
Arbeitsplatz schaffen. Seine Idee: Menschen mit Asperger-Syndrom haben zwar
Schwierigkeiten mit anderen Menschen zu kommunizieren und sich auf ungewohnte
Situationen einzustellen – Handicaps, die sie für viele Berufe disqualifizieren
– aber sie haben ein ungeheuer gutes Gedächtnis und eine enorme Konzentrationsfähigkeit. Das prädestiniert sie für
das Testen von Software, das Prüfen endloser Zahlenreihen und das Pflegen
komplexer Datensätze.
Thorkil Sonne hat für seinen Sohn und seine 40 Specialisterne-Mitarbeiter mit
Asperger-Syndrom den Ort geschaffen, an dem sie richtig sind. An dem das, was
gemeinhin als Behinderung gilt, eine Stärke ist. Darum geht es in „The Element“
von Sir Ken Robinson und das ist etwas, woran auch wir glauben:
Dass es die
Aufgabe von Unternehmern und Managern ist, sich ihre Mitarbeiter genau anzusehen und sie dort
einzusetzen, wo sie die beste Leistung bringen können UND sich wohl fühlen.
Wo ihre speziellen Fähigkeiten ihnen zum Vorteil gereichen. Arbeit und Mensch müssen zueinander geführt
werden - das ist die zentrale Aufgabe von Chefs.
So wie es die Verantwortung
jedes Einzelnen ist, sich selbst die Frage zu stellen: Was kann ich und was
macht mich glücklich?
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Und für alle, die jetzt noch nicht überzeugt sind, hier noch zwei
Beispiele:
Indien ist eines der Länder mit dem höchsten Anteil an Gehörlosen
weltweit. Sechs Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Trotzdem werden diese
Menschen in Indien noch viel stärker stigmatisiert und ausgegrenzt als in
westlichen Ländern. Aber wenn Gehörlose einen vollwertigen Job ausführen können,
bei dem Hören keine Rolle spielt und es auf ihre anderen Sinne ankommt, sind sie
natürlich hoch motiviert und bringen Topleistungen. Dhruv Lakra hat in Mumbai
deswegen Mirakle Couriers gegründet – einen Kurier-Service, der nur gehörlose
Mitarbeiter beschäftigt.
Bei Vita Needle, einem Unternehmen aus Boston, ist der
durchschnittliche Mitarbeiter 75 Jahre alt. Die jüngsten Angestellten sind
um die 60. Alle anderen deutlich älter. Erfahrung hat hier Prinzip.
Und?
ALLE DREI UNTERNEHMEN SIND ERFOLGREICH!
Nicht trotzdem, sondern gerade weil
sie nicht auf den perfekten Normarbeitnehmer setzen, sondern Stärken mit
Anforderungen verknüpfen.
Out-of-the-Box-Denken beim Einstellungsgespräch
... probieren Sie’s aus!

Backstage: Solar-Systems
Ein kleines Gedankenspiel: Stellen Sie sich vor, Sie kommen in die
Firma, rufen Ihre Kollegen zusammen und sagen „Passt auf, Leute! Der Absatz der
Bikini-Gartenzwerge/Tofu-Mettwurst/Sportler-Biografien ist nicht so gut wie erwartet. Wir müssen etwas tun. Wer mir
den besten Vorschlag für eine neue Absatz-Strategie bringt, darf mit der Familie
zur Belohnung an die Nordsee fahren.“
Sie haben sich diese Maßnahme natürlich gut überlegt und bewusst darauf
verzichtet, ein bürokratisches Monster in Form eines zwölfwöchigen Wettbewerbs mit sieben Korrekturstufen loszutreten. Sie wollen einfach nur hören, was
die Kollegen zu sagen haben,
weil diese oft näher dran sind am Kunden/der Produktion/dem Einkauf. Aber die
einzigen, die ihre Ideen einreichen, sind wieder mal Wuppke, Schulze und Meier – die schon
dreimal an der Nordsee waren, weil sie die einzigen sind, die in solchen
Momenten den Mund aufmachen.
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Das ist frustrierend, keine Frage! Aber manchmal sind
Mitarbeiter eben zu introvertiert, um ihre Meinung zu sagen. Oder sie sind
es nicht gewöhnt. Oder sie trauen sich nicht, etwas Gutes beizutragen.
Mike Hall, Gründer und Chef von Borrego Solar Systems, einer kleinen
Installationsfirma für Solarsysteme in Kalifornien mit rund 50 Mitarbeitern,
hatte genau dieses Problem: Vor allem seine Ingenieure sind sehr zurückhaltende Typen. Hall versuchte es deswegen auf einem anderen Weg: Er rief
einen Innovationswettbewerb aus, an dem nicht nur jeder Mitarbeiter teilnehmen konnte,
sondern auch jeder Mitarbeiter alle eingereichten Ideen seiner Kollegen
bewerten, kommentieren und in eine Rangliste einordnen konnte. Für die Bewertung nutzte er das kostenlose Online-Tool SurveyMonkey.
Was passierte? Wieder wurden nur ein paar Vorschläge eingereicht. Aber dann trug
Halls kluge Taktik Früchte: Diesmal wurden die wenigen Vorschläge von fast
A-L-L-E-N Mitarbeitern diskutiert.
Hall hatte erreicht, was
er wollte: durch die Kommentierfunktion war die Hürde niedriger, sich zu
beteiligen. Die Gewinner-Idee wurde
umgesetzt und ein Vierteljahr später rief Mike Hall den nächsten Wettbewerb aus.
Und siehe da:
Plötzlich war auch die Zahl der eingereichten Ideen D-E-U-T-L-I-C-H größer.
Die Mitarbeiter hatten verstanden, dass ihre Meinung Einfluss hat.
„Wir
haben ihnen ein Forum geschaffen, in dem sie sich einbringen können“, so Hall.
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Borrego Solar hat bewusst auf den in vielen Firmen üblichen Ideenbriefkasten
verzichtet, weil Mitarbeiter eben NICHT das Gefühl haben sollten, ihre Ideen
würden in einem großen schwarzen Loch
verschwinden. Mit Hilfe einer Technologie, die jede eingereichte
Idee nicht nur sichtbar, sondern auch kommentierbar macht, entsteht eine Art
Marktplatz für Ideen.
Jeder kann etwas beitragen und jede Idee wird gewürdigt. Denn mithilfe der
Kollegen wird sie von verschiedenen Perspektiven beleuchtet und ggf. auch
weiterentwickelt. Und zwar BEVOR
die Entscheidung fällt, ob sie umgesetzt wird oder nicht. Ein Prozess, der Lust
macht, sich daran zu beteiligen!
Es braucht nicht immer die großen Investitionen oder die revolutionären
Veränderungen. Auch im Kleinen kann mit wenig Geld, dafür aber mit viel
Cleverness und den neuen Internet-Technologien große Bewegung ausgelöst werden.

Outtake: Visitenkarten-Training
für Büro-Ninjas
Ja, mittlerweile kennen wir uns aus in der Welt. Wir wissen, dass
man im Ruhrpott besser niemandem direkt in die Augen schauen sollte, wenn am
selben Tag Dortmund gegen Schalke spielt. Wir wissen, dass man in Amerika nicht
Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger hebt, wenn man drei Bier bestellt. Und wir
wissen, dass man in Japan die Visitenkarte mit beiden Händen und einer
Verbeugung übergibt. Dachten wir. Bis wir
das Video hier gesehen haben:
Von wegen Höflichkeit. Das scheint in Fernost mittlerweile überholt.
Man besinnt sich stattdessen auf alte asiatische Kampftechniken, um
seine Kontaktdaten unters Volk zu bringen. „ZIPP!“ saust die Karte durch die Luft
und landet auf dem Schreibtisch der Vorzimmerdame. „Swooosh!“ fliegt die Karte
pfeilschnell durch angelehnte Bürotüren oder unter dem Türschlitz hindurch.
Ganz ehrlich? Es macht uns Angst.
Der Büroschlaffi wird durch
Visitenkartentraining zum Ninjakämpfer!
Keiner ist im Businessalltag
mehr sicher!
Schnipp – und ab ist die Krawatte. Schnipp – und weg
ist der Schinken vom Brötchen. Schnipp – und weg ist der
Powerpointdrücker aus der Hand … Wieso darf man eigentlich noch mit
Visitenkarten ins Flugzeug?

Up to date: Förster & Kreuz
An dieser Stelle ein ganz herzliches DANKESCHÖN an alle, die uns
zu unser letzten Jubiläumsausgabe gratuliert haben! Die
außergewöhnlichsten Grüße kamen von Christine, Gerd und Tony Jansen (www.countune.com)
aus Grenzach-Wyhlen. WUFF und ein großes WOW!

Was war noch so los?
In Berlin haben wir uns mit Louis Rosetto getroffen,
der nach der Gründung des WIRED MAGAZINE jetzt mit TCHO die Schokoladenproduktion
revolutioniert (mehr).
Bei einem Besuch im neuen Centre Pompidou in Metz haben wir begriffen,
warum Menschen ein enormes Bedürfnis nach Kunst und Poesie haben, das die
Industrie noch nicht verstanden hat (Fotos
& mehr).
Was ist im Juni los? Es stehen so einige Termine vor der Sommerpause an: Wir
werden in New York, Hamburg, Karlsruhe, Deggendorf, Frankfurt und Shanghai sein
– diese Termine sind leider nicht öffentlich. Alle öffentlichen Veranstaltungen
finden sich in unserem
Tour-Kalender. Wir freuen uns, Sie zu sehen!



Förster & Kreuz
Förster & Kreuz sind Vordenker einer neuen Generation
in Wirtschaft und Management.
Leidenschaftlich. Kämpferisch. Erfrischend. Sie bringen Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.
Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Gore,
IBM, Mars, Porsche und weitere namhafte Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer:
Telefon (Schweiz): 0041-71-7446522; 
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